Queers auf der Flucht 2017

Moses jenseits des Regenbogens -
LSBT-Geflüchtete in München

Moses beyond the Rainbow -
LGBT-Refugees in Munich

Die Dokumentation (23 Minuten) beschreibt die Geschichte von Moses Makumbi aus Uganda / The documentation (23 minutes) describes the story of Moses Makumbi from Uganda.

(Please scrawl down for the Engish text!)

In seinem Heimatland half er Geflüchteten im Auftrag des Roten Kreuzes. Als schwuler Mann wurde er in Uganda jedoch selbst zum Flüchtling. In Deutschland / Bayern / München angekommen erwartet ihn aber nicht nur die ersehnte Sicherheit sondern auch viel Unsicherheit, die Zukunft betreffend. 

Stephan Pflaum, sein ehrenamtlicher Mentor bei Rainbow-Refugees-Munich, und Christopher Knoll, angestellter Psychologe bei der Beratungsstelle im Sub, ergänzen im Interview die Erzählungen von Moses mit ihren eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen als Begleitende. Insgesamt ein Aufruf, sich noch mehr als bisher für Geflohene - insb. LSBT-Geflüchtete - einzusetzen!

Mediennetzwerk queerelations und Dokumentarproduzent Bilderfängerfilm haben zusammen mit der Fotografin Sabine Jakobs die Geschichte dokumentiert und zweisprachig aufbereitet. Zuvor wurden von Fotograf Matthias Keitel Bilder von Refugees in einer Ausstellung im Sub veröffentlicht (Heimatsuche - 1000 Kilometer ist nicht genug), aus der wir im Trailer, in der Doku und auf dieser Seite Ausschnitte zeigen.

Ganz besonderer Dank gilt den Protagonisten vor der Kamera, den Filmemachenden hinter der Kamera, aber auch den finanziellen Förderern des Filmprojekts (Sub, Münchner Regenbogen-Stiftung, Münchner Freiwillige - wir helfen) die spontan unterstützt haben.

Auf dieser Projektseite haben wir sämtliche Hinweise und Links zusammengetragen, die für Interessierte von Nutzen sein können. Bei weiteren Fragen bitte an die entsprechenden Kontakte wenden!

Doch jetzt zum Trailer (2'15'') vom 12.07.2017 mit Hinweis auf die Premiere.

Moses jenseits des Regenbogens / Moses beyond the Rainbow 2017

Die Dokumentation erschien am 25.07.2017 zum ersten Mal online. Mit einer Länge von 23'41'' und zweisprachigen Untertiteln vermittelt er deutschen wie englischen Interessierten die Lebenssituation von Moses und anderen LSBT-Geflüchteten.

Ehrenamtliches Engagement

Wer sich für LSBT-Geflüchtete in München einsetzen will bzw. kompetente Ansprechpartner_innen braucht, wendet sich am Besten an das Überblicks-Portal der www.RainbowRefugeesMunich.net. Je nach Alter und sexueller Orientierung bieten dort Sub, LeTRa, Diversity als auch Transmann und Viva TS Kontaktmöglichkeiten und Hilfe an.

Spenden und finanzielle Förderung

Die Ansprechpartner im Flüchtlingsbereich haben jeweils eigene Spendenmöglichkeiten (bitte direkt nachfragen). Die Münchner Regenbogen-Stiftung (eine Einrichtung des Münchner Stadtrats) ermöglicht eine allgemeine Spende an LSBT-Geflüchtete:

Empfänger: Landeshauptstadt München
Bankinstitut: HypoVereinsbank München
Konto-Nummer: 81300
BLZ: 700 202 70
Verwendungszweck: 387727, Regenbogen-Stiftung / Flüchtlingsarbeit
(bitte unbedingt angeben!)
IBAN: DE34 7002 0270 0000 0813 00
BIC: HYVEDEMMXXX

Bei Bareinzahlungen in der Stadtkasse (Herzog-Wilhelm-Straße 11
(Nähe Sendlinger Tor) geben Sie bitte Folgendes an:
Buchungskreis: 9055
Sachkonto: 387727

Hintergrund Medienprojekt

Auslöser für die Reportage-Idee war der Post auf Facebook von Stephan Pflaum im Mai 2017, in dem er das Unverständnis der Behörden beklagt und gerne über die tatsächlichen Fluchtursachen aufklären möchte. Auch vom Mediennetzwerk queerelations aus waren wir schon länger auf der Suche nach LSBT-Geflüchteten, die sich zur Situation vor und nach ihrer Flucht äußern. So ergriffen wir die Chance und innerhalb einer Woche wurden die Aufnahmen realisiert. Die Menge des aussagekräftigen Materials veranlasste uns nicht nur "quick and dirty" mit einem kleinen Zusammenschnitt zu reagieren, sondern ein zweisprachiges Dokumentar-Projekt daraus zu machen. Dabei wurden neben dem großen ehrenamtlichen Engagement auch nochmal Fördergelder nötig.

Zielsetzung der Reportage (Kurzkonzept):

  • authentische beispielhafte Berichte von Geflüchteten und jenen, die sie betreuen (ehrenamtlich bis hauptamtlich)
  • besseres Verständnis für die Hintergründe und die schwierige Situation in der Heimat und auch jetzt in Deutschland
  • kritische Fragen an die Abschiebe-Politik und die Umsetzung des BAMF
  • zeitnahe, facettenreiche Reportage mit Bildern aus dem Münchner Glockenbachviertel

Beteiligte

Vor der Kamera:

  • Moses Makumbi, Geflüchteter aus Uganda mit LGBT-Hintergrund
  • Stephan Pflaum, Helfer bei Rainbow-Refugees-Munich
  • Christopher Knoll, Sub-Beratungsstelle

Redaktion und Fotoshooting Making of

  • Sabine Jakobs, Fotografie
  • Dr. Stephan Pflaum, Text

Fotos aus der Ausstellung: "Heimatsuche - 1000 Kilometer ist nicht genug!" (Aufnahmen 1.5.2017)

  • Matthias Keitel, Fotograf

Filmteam:

  • Martin Broschwitz, Bilderfängerfilm, Produktion, Kamera, Schnitt
  • Wolfgang Fänderl, Münchner Mediennetzwerk queerelations, Produktion, Redaktion, Sprecher
  • Ludwig Zitzelsberger, queerelations, Ton-Studio und Tonabmischung
  • Fank Loleit, queerelations, Komposition und Musik

Unterstützung:

  • Kai Kundrath + Conrad Breyer, Sub Kultur- und Kommunikationszentrum, Räume und Öffentlichkeitsarbeit
  • Thomas Michel, Rainbow-Refugees-Munich, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit

Medienpartner:

queer.de / Sub / Rainbow-Refugees-Munich / Szene-Newsletter / VOISZ / Interkultureller Newsletter / MUT Bayern / Bellevue di Monaco / gayradio.lgbt / Homosexuelle Arbeitgruppen Bern / gay-location.de / http://schweinwelten.de / Lesben- und Schwulenverband (LSVD) / Grüne Fraktion Bayern / doku3.com / fairmuenchen.de / Ärzte der Welt / weitere?

Finanzielle Förderung:

  • Regenbogen Stiftung
  • Sub - Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum
  • Münchner Freiwillige - Wir helfen e.V.

Filmpremiere im Sub 23.07. und online 25.07.2017

Der Trailer (2'15'') zeigt bereits die Protagonisten, ihre Inhalte und die ersten Bilder, welche bei der Dokumentation auch Verwendung finden.

Am Sonntag dem 23. Juli 2017 luden wir eteiligte und Interessierte herzlich zur Filmpremiere ein:

Ort

Sub - Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum
Müllerstr. 14 in München

Programm

19:00 Einlass und Bild-Präsentation

19:30 Begrüßung durch Kai Kundrat (Geschäftsführer Sub)
Wolfgang Fänderl (Mediennetzwerk queerelations / Moderation)
und Thomas Michel (Rainbow-Refugees-Munich, Übersetzungsmoderation)

19:40 Vorfilm „Asylgrund Homosexualität“ (6')
Kurzdoku des Journalistik Studiengang der Uni Eichstädt 2015

19:50 Welturaufführung von "Moses beyond the Rainbow /
Moses jenseits des Regenbogens" (25')

20:15 Moderierte Diskussion mit Protagonisten, Filmemachern
und Vertretern von Rainbow-Refugees und Münchner Regenbogenstiftung

21:00 Dankeschön an alle Beteiligten

Der Eintritt war kostenfrei. Spenden für die Arbeit mit Geflüchteten durften und dürfen jedoch gerne gegeben werden.

Die Anmeldung lief über die Facebook-Veranstaltungsseite oder info@queerelations.net

"Jenseits des Regenbogens" Artikel aus Sicht des Flüchtlingshelfers

Stephan Pflaum beschreibt informativ und anschaulich, was das Leben von LGBT*I*Q-Geflüchteten und deren ehrenamtlichen wie professionellen Helfern schwer macht. Die belastende Geschichte des Geflüchteten, die Angst vor Abschiebung, die Notwendigkeit sich bei Bescheiden des BAMF mit Rechtsfragen und Rechtsanwälten zu wappnen... bevor man sich überhaupt dem Geflüchteten und seiner Problemlage angemessen widmen kann. Hier zum Download: 17-06-20 Jenseits des Regenbogens.pdf (1 MB)

Der Artikel wurde zum 20.06., im Rahmen des Weltflüchtlingstags der United Nations als auch des Tags des afrikanischen Flüchtlings, auf queer.de veröffentlicht, unter dem Titel: "Was ich von Moses, dem Rainbow-Refugee, gelernt habe".

Portraits und Making of (Sabine Jakobs 07.06.2017)

Am 7.6.2017 kam auch die Fotografin Sabine Jakobs aus Diessen dazu, die nicht nur Making of Bilder sondern auch Portraits von Stephan und Moses für einen Artikel machte. Eines ihrer Bilder nutzen wir auch als Filmplakat.

Heimatsuche - 1000 Kilometer sind nicht genug! (Matthias Keitel)

Der Münchner Fotograf Matthias Keitel (www.art-education.de) zeigt in einer Portraitserie mit emotionalen Bildern die existenzielle Gefährdung, die zur Flucht geführt hat. Aufgenommen am 01.05.2017 wurden sie am 25.05.2017 im Sub in der Müllerstraße 14 im Rahmen einer Vernissage präsentiert und sind auch während der Interviews im Hintergrund zu sehen. Matthias Keitel hat neben den eigentlichen Portraits immer auch Koordinaten und Datumsangaben mit in seine Werke aufgenommen. Das Datum zeigt den Verlust der alten Heimat an, den Moment der Flucht. Die Koordinaten wiederum inszenieren Ursprung und Fluchtpunkt, München. Hier in erster Linie Aufnahmen von Moses, der mit seinem Freund Ronald abgelichtet wurde. 

Besonderer Dank unseren Förderern

Bilderfängerfilm und das Mediennetzwerk bedanken sich herzlich auch bei den finanziellen Förderern des Filmprojekts, ohne die wir das ehrenamtliche Engagement nicht ermöglicht hätten. Mit 2700,- € Zuschüssen eine Low-Budget-Doku.

English Informations

The Teaser at the start of this page is leading to the documentation (23 minutes) with premiere at 23rd July 2017, 19:00 in Sub, Müllerstr. 14 in Munich (free admission). The film can be seen on YouTube on 25th July 2017.

The film describes the story of Moses Makumbi from Uganda. Being mentor for refugees, he became refugee himself, now in danger of being sent back to his homophobic homecountry.

A queerelations- and Bilderfänger-Film (2017) financially supported by Münchner Regenbogen-Stiftung, Sub und Münchner Freiwillige - Wir helfen.