Demo "Jetzt gilt’s" 03.10.2018

Am Tag der Deutschen Einheit trafen sich über 20.000 Menschen auf dem Odeonsplatz in München, um gemeinsam gegen die Politik der Angst zu demonstrieren. Die Organisatoren der #ausgehetzt-Demo sowie das Bündnis gegen das bayerische Polizeiaufgabengesetz (#noPAG) will ein Zeichen setzen für eine freie und menschenfreundliche Gesellschaft. Knapp 70 Organisationen sind an Bord – Parteien, Gewerkschaften, kirchliche Gruppen, Vereine und Initiativen wie queerelations.

Micky Wenngatz vom Verein „München ist bunt“: „Wir wollen zeigen, dass die Spaltung der Gesellschaft, der ausgrenzende populistische Ton in der Migrationspolitik und die ständige Diffamierung von Geflüchteten nicht hinnehmbar sind.“

Was sind die Forderungen?

  • Die Änderungen des Polizeigesetzes und des bayerischen Integrationsgesetzes sollen zurückgenommen werden
  • Es soll eine individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizisten geben
  • Videoüberwachung soll rückgebaut werden
  • Es soll nicht in Kriegs- und Krisengebiete abgeschoben werden
  • Seenotrettung und Kirchenasyle sollen nicht kriminalisiert
  • Ankerzentren sollen abgeschafft werden.

Die Liste der Redner_innen und Künstler_innen ist lang: N.N. (noPAG), Dagmar Boedicker (Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung), Stephan Lessenich (MUT), Benjamin Wildenauer (Piratenpartei), Ates Gürpinar (DIE LINKE), Katharina Schulze (Grüne), Natascha Kohnen (SPD), N.N. (Refugees Struggle for Freedom), Thomas Kunkel (See-Watch e.V.), Monika Hoenen (matteo e.V.), Jana Weidhase (Bayerischer Flüchtlingsrat), Gregor Gysi (Rechtsanwalt), Johannes König (Musiker), Claudia Neher (Opferanwältin OEZ-Attentat), N.N. (Verhinderte Demoteilnehmerin Freilassing am 20.9.), N.N. (Bündnis 8. März München), Sascha Girke (Einsatzleiterin Juventa), Nele Recksiek, Bündnis Großdemonstration #unteilbar); Moderation: Laura Pöhler (#noPAG) und Thomas Lechner (#ausgehetzt), Musik: Mal Élevé, Stray Colors, Amy Warning, Kytes Wellbappn.

Falls ihr bestimmte Bilder nicht online stehen haben wollt, meldet euch bei info@queerelations.net.

Bilder: queerelations 2018/ Wolfgang Fänderl